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Sonderratssitzung vom 17.05.18 Machbarkeitsstudie BuGa 2025

Wahljahr 2017
Bundesgartenschau in Schwerin Quelle: Wikipedia CC-BY-SA 3.0 Backslash

Bundesgartenschau 2009 in Schwerin Quelle: Wikipedia CC-BY-SA 3.0 Backslash

Bundesgartenschau 2025

Bislang gab es nur die Idee des Wuppertal Marketing, die Bundesgartenschau 2025 (BuGa) nach Wuppertal zu holen. In der Sondersitzung des Stadtrats wurden wir heute über den Inhalt der Machbarkeitsstudie informiert. Bis zur regulären Sitzung im Juli soll diese in den Fraktionen diskutiert werden. Wie die WZ berichtete könnte die BuGa zur Spaltung der „GroKo“ im Rat führen. Ich finde es schade, das eine vernünfte politische Diskussion vom HickHack der „GroKo“ überlagert wird.

Machbarkeitsstudie zur BuGa

Eine Machbarkeitsstudie ist Grundvoraussetzung für die Bewerbung für die Ausrichtung. wurde vom Landschaftsarchitekten Stephan Lenzen erstellt. Dieser präsentierte in dieser Sitzung einen Zwischenstand. Die endgültige Studiewird Ende Juni fertig sein.

Die Kosten der Machbarkeitsstudie in Höhe von … wurden vor allem von Sponsoren aufgebracht.

Gebiet der Bundesgartenschau

Die Studie sieht eine dezentrale BuGa vor, die veerschiedene borhandene Grünflächen miteinander verbindet. Die liegen vor allem im Wuppertaler Westen. Eine BuGa hat  lt. Herrn Lenzen vor allem mit Stadtentwicklung zu tun. Da die Hardt under Nordpark aber schon sehr gut entwickelt sind, wurden sie für das Konzept nicht herangezogen. Die Barmer Anlagen fallen aufgrund ihrer Topographie und der mangelnden Barrierefreiheit heraus. Beim Gebiet des Scharpenacken auf Lichtscheid ist die fehlende Anbindung an die Innenstadt das Auschlusskriterium. Dadurch sind der Wuppertaler Westen sowie die Südhöhen komplett von der BuGa ausgenommen.

Hängebrücke
Hängebrücke in der BuGa (Symbolbild)

susannp4 / Pixabay

Zur Verbindung der Königs- mit der Kaiserhöhe schlägt die Studie eine 700m lange und 2m breite Hängebrücke vor, die das Tal komplett überspannt. Ich halte gerade dies für ein sehr spannendes und heraustellendes Merkmal ein möglichen BuGa in Wuppertal. Ich frage mich allerdings auch, was Menschen mit Höhenangst machen sollen.

Zoo-Seilbahn

Reisebusse sollen ihre Fahrgäste am Stadion am Zoo aussteigen lassen. Für den Weitertransport soll eine Seilbahn hoch zur Sambatrasse führen, wo ein zusätzlicher Eingang entstehen soll. Der Zoo ist ausdrücklich nicht in das BuGa Konzept aufgenommen, allerdings wird über ein Kombiticket nachgedacht. Bei einem momentan kalkulierten Eintrittspreis von 24,- EUR für die Bundesgartenschau ist die Fahrt mit der Seilbahn enthalten.

Die Seilbahn wird nach dem Betreibermodell geplant, sie wird von der BuGa Gesellschaft gebaut und betrieben. Die WSW und die Stadt werden dort nicht involviert sein. Ob sie dann nach Ende der BuGa wieder abgebaut wird oder evtl. von den WSW weiterbetrieben werden, wird sich dann zeigen. Anders als die Seilbahn zur Uni führt die Trasse der BuGa-Seilbahn nicht über besiedeltes Gebiet bzw. den Zoo.

Infrastruktur

Im Bereich Tesche sollen drei Parkplätze mit 5000 Stellplätzen entstehen. Von meinen Besuchen der  Landesgartenschauen in Bad Lippspringe und Zülpich scheint mir das als deutlich zu niedrig angesetzt.

In Vohwinkel soll ein dauerhafter Sport- und Spielpark errichtet werden (angrenzend an Nordbahntrasse und Bahngelände).

Kosten

Die kalkulierten Kosten teilen sich in einen Investions- und einen Durchführungshaushalt auf. Die Investionskosten werden in dieser Studie mit den Baunebenkosten etwa 69,1 Mio EUR angenommen. Allerdings wird die Mehrwertsteuer mit 19% angesetzt. Bei Gründung einer GmbH, die wahrscheinlich einen Gemeinnützigkeitsstatus erhalten wird, sinkt der MWst. Anteil auf 7%.

Bei einer angenommen Förderquote von 50%, bleibt ein Anteil für die Stadt Wuppertal von 34 Mio EUR nur für die Errichtung der BuGa.

Der Durchführungshaushalt sieht ein Budget von 50,6 Mio EUR vor.

Da dies nur ein Zwischenstand der Machbarkeitsstudie ist, betrachte ich die Zahlen etwas skeptisch und warte auf die endgültige Fassung, die bis zur Ratssitzung am 07. Juli vorliegen soll.

 

Fazit

Zum Nachlesen hat die Stadt Wuppertal noch während der Sondersitzung die Präsentation für jedermensch online gestellt.

Insgesamt wurde uns ein Rundgang über eine geplante Bundesgartenschau gezeigt, der verschiedene „grüne Inseln“ in der Stadt verbindet und mit der Hängebrücke einen spektakulären Anziehungspunkt bietet.

Zum aktuellen Zeitpunkt bin ich vorsichtig angetan von der Idee, die Bundesgartenschau 2025 nach Wuppertal zu holen und würde mir vermutlich eine der ersten Dauerkarten kaufen.Ich betrachte allerdings die Kostenschätzung noch skeptisch, da dort zu viele Annahmen auf Vermutungen basieren.


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