erste Infoveranstaltung Seilbahn

Wahljahr 2017

SeilbahninfoDie Mensa der Bergischen Universität hatte man als Kulisse für die Auftaktveranstaltung zur Informationsreihe zu den Seilbahnplänen gewählt.
Ich schätze, es waren ca. 200 bis 250 Menschen anwesend (ich tu mich mit solchen Schätzungen allerdings etwas schwer). Dabei waren sowohl Studenten,
Betroffene (Grundstückseigentümer und Anwohner an dem geplanten Trassenverlauf) als auch einfach Wuppertaler Bürger vertreten, die alle ihre Fragen
und Bedenken zu dem Projekt vortragen wollten. Herr Jäger von WSW mobil stellte zunächst klar, dass es sich momentan um eine Vorstudie zur Machbarkeitsstudie handelt.
Die Planungen gehen von einer Dreiseilumlaufbahn mit einer Länge von 2800m aus. Dabei soll über 6 Stützen mit einer Höhe von bis zu 70m eine Höhendifferenz von 165m überwunden werden.
Insgesamt gibt es drei Stationen (Hauptbahnhof, Uni und Schulzentrum Süd, wo auch der Antrieb installiert werden wird)
Soviel zur Technik.
Die Seilbahn wird „integraler Bestandteil des ÖPNV sein und mit allen VRR-Tickets benutzbar sein.Im Gegenzug verspricht sich die WSW eine Ausdünnung der Buslinien, die momentan zur Uni und zum Schulzentrum Süd fahren. Hier sehe ich, wie auch angemerkt wurde, kritisch, dass die Menschen, die zwischendurch aus diesen Bussen ein-/und aussteigen, einen Teil ihrer Mobilität verlieren.
In einem sehr ausführlichen Frageblock konnte jeder sein Anliegen vorbringen. Die Grundstückseigentümer hatte wie erwartet vor allem die Sorge um den Wertverlust ihrer Immobilien,
Die Anwohner sorgten sich um ihre Privatsphäre, den Lärm und Dreck, der ggf. aus den Kabinen herausgeworfen werden könnte.
Herr Jäger ließ keine Frage unbeantwortet, so dass hier scheinbar aus den Fehlern um den Verkauf des Carnaper Platzes gelernt wurde und die Bürger wirklich frühzeitig in die Pläne
mit einbezogen wird. Zitat: „Ihre Ängste werden ernst genommen.“
Ich merke aber kritisch an, dass hier die Baukosten so berechnet wurden, als würde man in diesem Jahr noch mit den Bauarbeiten beginnen und max. 90% der Summe seitens des VRR gefördert werden kann.
Wenn man von einem Baubeginn in 8 bis 10 Jahren mit entsprechend gestiegenen Preisen ausgeht, bleibt die Stadt u.U. auf den Restkosten sitzen.
Es gibt noch viele Fragen, die auf den folgenden Veranstaltungen dskutiert werden müssen.


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